„Schilcher" ist eine spezielle Bezeichnung eines Roséweins, der aus der Sorte Blauer Wildbacher gewonnen wird. Dieser Roséwein darf nur in der Steiermark als Schilcher bezeichnet werden.
Die Blaue Wildbacher Rebsorte ist eine alte österreichische Rebsorte, die vermutlich aus keltischer Zeit stammt. Der Schilcher ist seit dem 16. Jahrhundert urkundlich nachgewiesen. Er wird fast ausschließlich in der Weststeiermark, bis 600 Meter Seehöhe angebaut. Der Schilcher stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden. Er braucht warme, luftige Lagen bei mittlerem, eher unsicherem Ertrag wegen der Fäulnisanfälligkeit. Der Schilcher ist spätreifend.
Der Wein ist zwiebelfarben bis Rubin und hat eine markante, kräftige Säure. Er ist sehr frisch im Geschmack.
Der Roséwein ist eine österreichische Spezialität. Als Schilcher dürfen nur Weine, die aus 100% aus de blauen Wildbachertraube gekeltert werden und ausschließlich in der Steiermark gewachsen sind, deklariert und verkauft werden. Darüber hinaus gibt es die Schilcher Schutzmarke. Zu erkennen ist sie am Symbol des „weißen Pferdes". Strengstens kontrolliert werden die Qualität, Herkunft und Menge.
Die Weststeiermark ist der klassische Bereich des Weinanbaugebiets des Schilchers, durch die auch die Schilcherweinstraße verläuft. Entlang dieser Straße liegen die Orte Deutschlandsberg, Eibiswald, Groß St. Florian, Krottendorf, Schwanberg, St. Stefan, Stainz, Wies und Wernersdorf. Deutschlandsberg und Stainz können als Schilcher-Zentrum bezeichnet werden. Die Wildbacher Rebe gedeiht auf den Hängen rund um das Dorf, aus deren Trauben der Schilcher gekeltert wir. Sogar ein Ortsteil wurde nach ihm zu Ehren dieses Weines benannt. - Der Schilcherberg.

